Hobby-Sänger singen für den “X Factor”
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Erste Castingrunde in Dortmund: Mehr als 50 bewerben sich für ihren Traum

Hobby-Sänger singen für den “X Factor”

Eleni ist 16 Jahre alt und lebt erst seit fünf Jahren in Deutschland. Am Dienstagnachmittag steht sie in der vierten Etage des Lensing-Carrée Conference Centers (LCC) und wartet darauf vorsingen zu können. Denn hier castet die „Ufa Show & Factual“, ein Unternehmen, das Fernsehformate entwickelt, die Kandidaten für die Sendung „X Factor“.

Auf Elenis Stimme ist einer ihrer Lehrer aufmerksam geworden und hat ihr die Schulband empfohlen. Dort hat sie ihre Leidenschaft fürs Singen entdeckt. Die Jury des Castings am Dienstag sieht es offenbar ähnlich wie Elenis Lehrer und lässt die 16-Jährige weiterkommen.

Die Dortmunder Jury, erzählt Malte Metzner vom Leitungsteam der Castingtour, besteht aus zwei Mitarbeitern von „UFA Show & Factual“. Deutlich mehr als 50 Menschen seien am Dienstag zum Castring gekommen, bis 20 Uhr würden noch mehr Teilnehmer angenommen.

Die Teilnehmer treten in einer von vier Kategorien an: Männer von 16 bis 29, Frauen von 16 bis 29, drittens alle Älteren und viertens Duos und größere Ensembles. Wer hier weiterkommt, singt noch mal in Köln vor, wer es dort schafft, kommt ins Fernsehen.

Im LCC singen einige Kandidaten im Flur, während sie auf ihren Auftritt warten. Philipp, 23, singt mit Gitarre vor, er will bald ein eigenes Album rausbringen. Er kommt weiter, eine Ufa-Mitarbeiterin erwähnt anschließend seinen „natürlichen Charme“, er sei das, was viele junge Mädchen wollen, jemand zum Schwärmen.

Rafaela, 19, singt nicht auf dem Flur. Vor sechs Jahren ist sie von Griechenland nach Herne gezogen. „Musik ist mein Leben“, sagt sie. Nach ihrem Realschulabschluss möchte sie eine Ausbildung machen. Falls es mit der Musik nicht klappt, will sie vielleicht Friseurin werden. Sie scheidet heute aus.

Nora war schon bei DSDS mit Dieter Bohlen und wurde Zehnte. Heute hat sie Geburtstag, sie wird 30, die anderen singen „Happy Birthday“ für sie. Sie schreibt gerade ihre Masterarbeit in Wirtschaftsrecht. „Mit 30 wollte ich es noch einmal probieren“, sagt Nora. Sie kommt heute nicht weiter, aber ihren Traum, Sängerin zu werden, will sie noch nicht aufgeben.

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